Bullet Journal Jahresübersicht

Ich habe es schon oft gesehen auf Instagram und auf verschiedenen Blogs, dass die Leute ein Bullet Journal führen. Und das mit wunderschönen Zeichnungen und tollen Plänen. Und ich dachte jedes Mal: Meine Güte, was für ein Aufwand! Da brauchst du ja ewig, um das alles so schön zu machen. Wo willst du die Zeit dafür hernehmen? Und vor allen Dingen: In der Zeit, wo ich das so schön plane, schreibe und zeichne – wenn überhaupt schön – da habe ich die Sachen ja schon längst erledigt.

Aber ich habe festgestellt, ich brauche einfach einen Plan, um z.B. meine Blogbeiträge zu organisieren. Ich könnte über so vieles schreiben, aber meistens vergesse ich das dann wieder. Ich habe es eine Weile im Kopf, notiere es auch auf Zettel, die dann auf wundersame Weise verschwinden. Ich habe schon einiges ausprobiert und bin kläglich gescheitert. In ein Bullet Journal kann ich mir den Gedanken aufschreiben und er ist dort gut aufgehoben und wieder auffindbar. Das klappt prima. Ob ich dann schreibe, das ist wiederum eine andere Geschichte.

Bullet Journal März

Erst einmal geht es um Organisation und Selbstaustricksen.

Ich probiere gerade Sprachmemo aus (bisher habe ich immer die Notizfunktion benutzt), das habe ich vorhin im Wald auch gemacht und mir ein paar Gedanken sprachlich notiert, damit ich sie nicht vergesse. Damit versuche ich mich selbst zu überlisten. Denn wenn ich einen Gedanken habe oder mir etwas im Kopf zurecht lege und das dann aufschreiben will, dann schreibe ich vielleicht einen Satz und der Rest ist – weg. Wenn ich aber rede und das aufnehme, so denke ich, bekomme ich meinen Beitrag zumindest grob und ansatzweise fertig.

Doch ich schweife ab, zurück zum Bullet Journal. Nachdem ich bei Nina gesehen habe, wie schön sie das macht, habe ich mir überlegt, dass ich es auch einmal versuchen könnte. Dazu habe ich mir einige Anregungen bei Instagram und Pinterest geholt und einfach mal angefangen. Zuerst in einem einfachen kariertem Heft. Aber da störten mich dann doch die Kästchen ganz gewaltig und ich habe mir ein Dot Journal gekauft.

Was soll ich sagen? Nachdem ich meine Blogideen aufgeschrieben hatte war ich gleich so motiviert, dass ich drei Beiträge hintereinander weg geschrieben habe. Weitere Ideen sind skizziert – ich brauche dann nur noch die Texte dazu.

Termine habe ich nicht so viele, die ich da jetzt unbedingt eintragen müsste. Dafür habe ich meinen Küchenkalender. Da schreibe ich die ganzen Geburtstage rein, Mülltermine, Tierarzttermine, Friseur, Hundefriseur, wann meine Zeitschriften rauskommen. Das System habe ich schon seit vielen, vielen Jahren. Also das sind bestimmt schon zwanzig Jahre und ich benutze dafür immer einen bestimmten Kalender. Das funktioniert wunderbar. Da steht alles drin und vorne gibt es auch eine Jahresübersicht.

Ins Bullet Journal kommen die ganzen Blogsachen rein und die Kreativsachen, weil ich meine Kurse einfach nicht mehr auseinanderhalten kann. Ich kann mir gerade noch die zwei Jahreskurse merken, bei denen die neuen Videos montags und freitags online gehen. Jetzt habe ich aber noch einen Kurs, der geht über drei Monate und startet immer mittwochs. Und nächsten Monat beginnt ein weiterer Kurs. :-O

Ich kann mir einfach nicht mehr merken, welches Video ich gesehen habe, welches Bild gemalt und welches nicht, ob es von dem ersten Kurs war oder von dem zweiten. Und das ganze will ich dann auch noch verbloggen. So, und spätestens an diesem Punkt falle ich regelmäßig in Schockstarre.

Bullet Journal Monatsübersicht

Dafür habe ich nun eine Monatsübersicht erstellt in der steht, an welchen Tagen die neuen Kurs-Videos freigeschaltet werden. Ich könnte dort auch notieren, wann ich welche Blogbeiträge online stelle. Das ist sicher nicht verkehrt, auch rückblickend zu sehen, wann ich was gemacht habe.

Auf der nächsten Seite stehen die Details der einzelnen Kurse mit Wochentag. Davor steht ein Kreis. Ist er weiß, habe ich die Aufgabe noch nicht gemacht, ist er schwarz, ist sie erledigt und habe ich den Kreis durchgestrichen, dann habe ich die Aufgabe nicht gemacht und habe es auch nicht mehr vor. Jetzt sehe ich auf einen Blick, wo ich stehe.

Bullet Journal April

Ich denke nicht, dass ich in meinem Bullet Journal viel zeichnen und malen werde. Ich nutze es, um Ordnung zu halten in meinem kreativen Chaos. Aber vielleicht mache ich noch einmal eine Doodle Challenge mit und die ist dort sicher auch gut aufgehoben.

Ich mache einiges anders in meinem Bullet Journal. Zum Beispiel habe ich keine Legende. Dafür reicht mir mein kleiner Kreis, wie oben beschrieben. Das Schöne ist ja, dass jeder das für sich passende machen kann und vor allen Dingen ist nichts in Stein gemeißelt, ich kann das im nächsten Monat schon anders machen.

Mein Fazit:
Ich merke, dass ich viel besser den Überblick behalte. Ich bin jetzt im zweiten Monat (im Bullet Journal meine ich natürlich) und es geht mir gut damit. An der einen oder anderen Sache muss ich noch feilen, das läuft noch nicht rund. Aber im Großen und Ganzen bin ich zufrieden.

Und jetzt frage ich mich: Warum habe ich nicht schon eher damit begonnen?

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