Vera Gold - Autorin und Künstlerin - Geschichten und Gedichte, Fotos und Videos mit Text und Musik


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Hoffnung & Trauer








Hoffnung & Trauer


Rapsfeld

Sehe ich ein Rapsfeld, dann denke ich an dich.
Meine Gedanken wandern in die Vergangenheit,
tasten ab, was an Erinnerung noch vorhanden ist.

Am Felsen war es, wo du mich zum ersten Mal geküsst hast.
Die gelben Blüten wiegten sich im lauen Frühlingswind
und verströmten ihren intensiven Duft.

Am Felsen war es, als ich dich zum letzten Mal sah.
Ich ging davon, drehte mich um und sah durch den hohen Raps
nur noch deine Hand, die mir zum Abschied winkte.

Heute fahre ich an einem blühenden Rapsfeld vorbei,
meine Gedanken wandern in die Vergangenheit
und der Fahrtwind trocknet meine Tränen.







Vom Suchen und Finden

Manchmal
gehe ich an mir vorbei
sehe mich nicht

Manchmal
stehe ich neben mir
erkenne mich nicht

Manchmal
möchte ich weglaufen
rühre mich nicht

Manchmal
wäre ich gern woanders
bewege mich nicht

Manchmal
bin ich zu langsam
überhole mich

Manchmal
suche ich nach mir
finde mich nicht

Manchmal
stehe ich mir im Weg
lauf' um mich herum

Manchmal
bin ich eins mit mir
immer öfter







Warten auf dich

Du bist da,
doch ich sehe dich nicht.


Du bist nah,
doch ich spüre dich nicht.

Ich höre dir zu,
doch du sprichst nicht mit mir.

Ich suche dich,
doch ich finde dich nicht.

Wo bist du?





Ich weiß es

Ich weiß,
dass es dich gibt.
Ich weiß,
dass ich Geduld brauche.
Ich weiß,
alles braucht seine Zeit.
Ich weiß,
dass du mich suchst.
Ich weiß,
irgendwann ist es soweit.
Ich weiß etwas,
was du noch nicht weißt.

Ich erzähle es dir,
wenn du mich gefunden hast.





Mit dir

Mit dir lachen,
mit dir weinen.
Mal mit dir zusammen,
mal ohne dich.

Ich will dich nicht verändern,
verändere du mich auch nicht.

Von den Stärken profitieren,
die Schwächen stärken.

Respekt voreinander.
Verständnis füreinander.
Vertrauen ineinander.

Ich lebe mein Leben,
du lebst dein Leben.

Ein Stück Weg gemeinsam gehen.
Ein kurzes oder ein langes Leben.
Gemeinsam, nicht einsam.





Zweifel

Leicht ist er gesät
der Funken des Zweifelns

ein kleines Wort genügt
schon ist ein Feuer entfacht

Es brennt lichterloh
kohlt alles nieder
was mühsam aufgebaut

Doch viele Wassertropfen
begrenzen den Schaden

Schon bald entsteht Neues





Verloren

Verloren.
Habe dich verloren.
Sinn meines Lebens.
Mein Alles.
Verloren.
Aus.
Vorbei.







Unterschiedliche Sprache

Ich wollte mit dir reden,
du wolltest lieber fernsehen.

Ich wollte mit dir spazieren gehen,
du wolltest lieber einen Mittagsschlaf.

Ich wollte mit dir kuscheln,
du wolltest lieber Sex.

Ich wollte eine Beziehung,
du wolltest lieber versorgt sein.

Wir redeten und redeten,
aber nicht in derselben Sprache.



Im fernen Japan

Freundlich warst du,
wie die Japaner,
aber nicht mehr liebevoll.


Allein im fremden Land,
mit dir, aber ich verstand
die Sprache nicht.

Immer zuvorkommend
gegenüber anderen.
Mich hast du übersehen.

Vor den anderen
hieltest du mich im Arm.
Und sprachst mich
mit IHREM Namen an …




DU

Alles, was ich fühle,
Bist DU.
Alles, was ich denke,
Bist DU.
Alles, was ich brauche,
Bist DU.
Alles, was ich will,
Bist DU.









Weit weg

Als ich dich in den Arm
nehmen wollte,
drehtest du dich weg.

Warst du in Deinen
Gedanken bei IHR?

Warum bist du geblieben,
wenn du mich
nicht mehr wolltest?



© Vera Gold


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