Winter Ade – es frühlingt

Birke mit Sonnenlicht
Birke mit Sonne

Nach der großen Kälte ist es wunderbar frühlingshaft geworden. Ich konnte zusehen, wie der Schnee immer weiter schmolz. Sind wir am Samstag noch im Schnee gelaufen, wo ich diese herrliche Birke fotografiert habe, so laufen wir jetzt im Grünen. Naja … grün … jedenfalls ohne weiß.

Frühling im Garten

Die Schneeglöcken und Mini-Krokusse haben den Schnee und die Kälte überlebt und blühen um die Wette. Ein herrlicher Anblick. Endlich gibt es im Garten wieder jeden Tag etwas zu entdecken.

Tulpenliebe

Narzissen und Tulpen stehe auch schon ein paar Zentimeter hoch. Aber das wird noch eine Weile dauern, bis sie blühen.
Bis dahin zieht jede Woche ein Tulpenstrauß ein – und wieder aus.

verblühte Tulpen
Ich finde, auch die verblühten Blumen haben etwas Schönes an sich. Sie sind eigentlich zu schade zum Wegwerfen, oder?

Kleine Auszeit im Chiemgau

Bergen im Chiemgau

Anfang letzter Woche hatten wir unseren Jahrestag und einen Termin im Chiemgau. Was lag da näher, als zu diesem Ereignis ein paar Tage im Voralpenland zu verbringen?

Wie es der Zufall wollte, fanden wir unser Quartier in Bergen, am Rande der Alpen und in der Nähe des Chiemsees. In diesem Ort habe ich mit knapp vier Jahren den ersten Urlaub in den Bergen verbracht. Damals kam meine Schwester auf die Welt und meine Großeltern haben mich mitgenommen. Das war 1963. Ein Jahr später war ich mit meinen Eltern dort und weitere drei Jahre später war dann meine Schwester auch mit dabei.

Vera in Bergen
Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir auf einem Bauernhof gewohnt haben und wir durch den Stall zum Plumpsklo gehen mussten. An der Wand hingen große Weberknechte und ich hatte furchtbare Angst vor ihnen. Wenn wir in den Ort wollten, sind wir einen weiten Weg durch die Wiesen gegangen. Irgendwann führte unser Weg über einen Bach und wir warfen von der Brücke Brötchenstücke ins Wasser zu den Fischen.

Das ist jetzt über fünfzig Jahre her und der Ort wird sich mittlerweile verdoppelt oder verdreifacht haben.

Vera in Reit im Winkl
Der Sonntag war der schönste von allen Tagen. Die Sonne schien und es war mit zweistelligen Minusgraden tagsüber brutal kalt. So war eigentlich klar, dass wir die meiste Zeit im Auto verbringen würden. Unser erster Stopp war in Reit im Winkl. Wir wanderten gleich neben der Langlaufloipe mit dem schönen Blick auf die umliegenden Berge. Die Sonne schien und es wäre herrlich gewesen – wenn nicht dieser garstige Wind gewesen wäre. Uns hielt es nicht lange draußen. Ninja macht der Winter großen Spaß, aber ich hatte Angst, dass es zu kalt für sie werden würde. Sie hat zwar doppeltes Fell, aber am Bauch ist es nicht so dicht und sie ist sehr nah am Boden. Da möchte ich nichts riskieren, zumal sie schon zwölf Jahre alt ist.

St. Ulrich am Pillersee

Weiter ging die Fahrt Richtung Pillersee. Vor zwei Jahren waren wir im Sommer in St. Ulrich. Dort haben wir gegessen und sind über Ruhpolding zurück in unser Quartier.
Leider habe ich in diesen Tagen nicht viel fotografiert. Es war einfach zu kalt.

Einsamer Wanderer am Chiemsee
Am nächsten Tag fuhren wir rund um den Chiemsee. Von der Sonne war weit und breit nichts zu sehen. Schiffe fuhren keine, Menschen waren auch kaum zu sehen. Außer uns blieb jeder in der warmen Stube.

Uns hielt es auch nicht lange am See. Ein bisschen sind wir durch Prien gebummelt, haben gegessen und uns Rückreiseproviant gekauft. Es fing an zu schneien und somit war klar, dass wir den Nachmittag in der warmen Stube verbringen würden.
Wir hatten zu essen und zu trinken, ich hatte genügend zu lesen, uns wurde nicht langweilig.

Schön war es trotz der Kälte. Ich fahre gerne weg, aber ich fahre auch gerne wieder nach Hause. So freute ich mich schon auf die Rückreise und auf meine gemütliche Couch. Dahoam ist eben Dahoam.

Winter im Garten

Kohlmeise

Die Kohlmeise habe ich früh am Morgen fotografiert. Es sieht so aus, als wenn sie auf dem Meisenknödel geschlafen hat. Bewachen muss sie ihn nicht, ich habe noch mehr Knödel aufgehangen. Oder war sie nach dem ersten Frühstück so müde, dass sie ein Nickerchen eingelegt hat? Wer weiß das schon?

Es ist nicht viel los im Garten, mal abgesehen von den üblichen Gartenbesuchern. Es liegt Schnee und es ist bitterkalt geworden. Und es soll noch kälter werden. Mir gefällt das. Das gehört zu einem gescheiten Winter. Umso größer ist die Vorfreude auf den Frühling. In den Zeitschriften ist es schon so bunt und dort wird fleißig im Garten gearbeitet. Ich freue mich auch schon darauf, Stiefmütterchen pflanzen und vor die Haustüre stellen zu können.

Ich bin wie jedes Jahr gespannt darauf, welche Pflanzen den Winter überstanden haben. Die letzten Winter waren so warm, dass sogar meine vergessenen Gladiolenknollen geblüht haben. Auf der einen Seite schön, auf der anderen nicht natürlich.
Deshalb gefällt mir das momentane Wetter sehr, auch wenn es nicht immer und überall angenehm ist. Aber das ist der Sommer auch nicht.

Hier nun ein paar Impressionen aus dem Garten. Das Reh war allerdings nicht im, sondern hinter dem Garten, wo gleich der Wald angrenzt.

Winter im Garten
Winter im Garten

Warum ich den Winter so gerne mag

Die meisten Menschen, die ich kenne, mögen den Winter nicht. Sie schwärmen vom Sommer, wenn alles grün und es warm oder heiß ist.
Ich gebe zu, mir gefällt es natürlich auch, wenn es (nicht zu) warm ist, es im Garten blüht und ich mich viel im Freien aufhalten kann.
Aber so ein richtig schöner Wintertag mit Schnee und Kälte hat doch auch was, oder nicht? Wenn der Schnee leise vom Himmel flockt und die Welt wie mit einer weißen Wolldecke zudeckt. Wenn es ruhig wird, die Geräusche wie durch einen Wattebausch an mein Ohr dringen und der Schnee bei jedem Schritt knirscht.

Erlauzwieseler See im Winter
Die Rabenvögel schreien, als Vertreter für die kleineren Singvögel, die noch im Wintermodus sind und in Scharen in meinem Garten die Futterhäuschen aufsuchen. Auch die Krähen landen ab und zu im Garten und wollen sich am Futter bedienen und sich am liebsten die Meisenknödel schnappen.

Krähe auf dem Dach

Ja, gut, so schön ist der Winter natürlich nicht immer und schon gar nicht überall. Wenn es friert und frostig ist, ist der Winter auch fein. Wenn er aber so halbherzig daher kommt und ich Mitte Januar schon die ersten Zecken von einem meiner Kater abflücken darf, dann ist der Winter kein richtiger Winter und kann sich langsam schleichen.

Ich finde es schön, wenn jede Jahreszeit zum Zuge kommt und sich von den anderen abgrenzt. Ich könnte nie dort wohnen, wo es immer warm ist. Ich brauche Sonne, Regen, Schnee, alles zu seiner Zeit.

Wenn kalte Winde uns zu Tränen rühren,
der Schnee unter unseren Schuhen knirscht,
die Raben schreien, weil wir sie stören
dann ist das meine liebste Zeit.

Der Karneval und ich

Jetzt ist es wieder soweit: Die Jecken sind los. Jedenfalls in den Hochburgen des Karnevals.
Ein Horror für mich. Wenn ich schon diese schunkeligen Karnevalslieder höre, bekomme ich Ohrensausen und Entenpelle. Ich habe dieses Karnevalsgen einfach nicht – obwohl ich Rheinländerin bin.

Es hat sich mir noch nie erschlossen, warum man gerade zu dieser Zeit übersprühende gute Laune haben soll. Was, wenn es mir gerade nicht nach Lachen ist? Mal abgesehen davon, habe ich fast immer gute Laune, ganz ohne Karneval. Und ganz ohne Alkohol und Bützchen hier und Bützchen da. Nein, ich bin absolut kein Karnevalsjeck.

Das war auch mal anders. Als Kind habe ich mich natürlich auch verkleidet, vorzugsweise als Clown. Ha! Warum wohl? Das war noch ein unschuldiger Karneval. Ernster wurde es, als ich zwölf Jahre alt war. Da feierte meine Klasse Karneval und ich musste vor allen eine Büttenrede vortragen. Ich, die extrem schüchtern war. Die kaum den Mund auf machte – jedenfalls vor anderen – die im Unterricht ganz selten aufzeigte und die gelernt hatte nicht reden zu dürfen, wenn Erwachsene sich unterhalten.

Ich kann mich nicht erinnern, wie meine Büttenrede entstanden ist, wer mir alles geholfen hat. Auf jeden Fall mein Lehrer. Er schwärmte für den Dichter Ludwig Soumagne.  So war dann meine Rede in niederrheinischem Platt geschrieben und so habe ich sie auch vorgetragen. Es war eine Herausforderung und ich habe wochenlang geübt, denn ich spreche überhaupt keinen Dialekt.

Und dann stand ich allein in der Bütt vorm Mikrofon.
An den Anfang der Rede kann ich mich noch erinnern: Nee, man leebt ja jefäährlich

Ob dieses Erlebnis mein persönlicher Karnevalskiller war?

Vera hält Büttenrede
Für die Rede war ich seriös angezogen. Danach habe ich mich wieder als Clown verkleidet und lustig mit den anderen gefeiert. Als Clown muss man das tun.

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Kreativ und naturverbunden, lebe ich mit Mann, Hund und drei Katzen im Nordschwarzwald, bin vielseitig interessiert und immer neugierig auf neue Dinge.
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