Umzugswagen
Alltag,  Damals

Heute vor vier Jahren

Man mag es kaum glauben, aber heute vor vier Jahren bin ich in unser Haus eingezogen.

Da steht er vorm Haus: Der letzte unserer Umzugswagen. Und dieser Wagen sollte meine letzten Sachen vom Bayerischen Wald in den Schwarzwald bringen.

Der ist viel zu groß, der wird halbleer bleiben, meinte mein Liebster. Ich dachte nur: Hoffentlich geht alles rein! Ich kann Euch eines sagen, es wurde knapp. Sehr sehr knapp. Wären nicht zwei Badezimmerschränke wegen unsachgemäßen Transportes (hihi) vom Haus nach draußen auseinandergebrochen, dann hätte irgend etwas da bleiben müssen.

Dummerweise konnte ich nicht am gleichen Tag mitfahren, weil meine Katze Pauline nicht nach Hause kommen wollte. Sie steckte den Kopf ins Wohnzimmer und weg war sie wieder. Kein Wunder, die Bude war leer, der Kratzbaum weg und gemütlich war es auch nicht. Pauli war anhänglicher oder hatte vielleicht Angst, zurückzubleiben. Also packten wir das Luftbett vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer und ich machte es mir am Abend mit einer kleinen Leselampe gemütlich.
Irgendwann tauchte glücklicherweise auch Pauline wieder auf und ich konnte sie einfangen. Was, wenn sie das nicht getan hätte?
Sehr früh am nächsten Morgen – nein, eigentlich war es stockfinstere Nacht und ich lief mit Nachttisch- und Taschenlampe durchs Haus, packte die Tiere, die restlichen Sachen und ab ging es Richtung Westen.

Volle Umzugskartons

Während es bei mir im Haus immer leerer wurde, stapelten sich die Kartons bei meinem Liebsten in der Wohnung. Zuerst an einer Wand im Schlafzimmer, dann an der zweiten, nachdem wir das Bett in die Mitte des Raumes gerückt hatten. Natürlich hatten wir während der Pendelzeit die Autos immer voll geladen und viele Kartons und unhandliche Sachen schon mitgenommen. Insgesamt war das ein voller Transporter, der nun nicht mehr die weite Strecke vom Bayerwald fahren musste.

Letzte Sachen

Die letzten Sachen in meiner ehemaligen Küche. Ist eigentlich nicht viel. Aber das sind alles Sachen, die man nicht einpacken und auch nicht anderswie stapeln kann oder die man bis zum Schluss braucht.

Geschirr in der Küche

Geschirr in der neuen Küche, dass noch seinen Platz sucht. Ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich hin und her geräumt habe, bis jedes Teil seinen Platz gefunden hatte.

Was ich lange Zeit nicht mehr sehen konnte: Zeitungspapier! Ewig und drei Tage hatte ich schwarze Hände von der Druckerschwärze.

Umzugswagen leer und sauber

Irgendwann hat alles ein Ende, auch dieser Marathonumzug. Mann und Schwager hatten schon angefangen, den LKW auszuladen, als ich eintrudelte und zuerst meine Katzen in den Keller sperrte – sorry. Die restlichen Sachen waren dann fix ausgeladen und verteilt.

Am 18.08.2012 um 10:34 Uhr fegte ich den LKW. Mein Mann stand schon startbereit an der Haustür, um mich über die Schwelle zu tragen …
Vier Jahre … wo ist nur die Zeit geblieben?

 

2 Comments

  • Nina

    Die Zeit rast was? Ich kann mir vorstellen wie aufregend und schön zugleich es für Dich/Euch war und zwei Haushalte in einen zu packen war sicherlich auch eine Herausforderung, aber die hast Du ja super gemeistert wie ich sehe!
    Liebe Grüße von der schwitzenden Nina, die gerade versucht mit Mini Laptop Blogs zu lesen (Am offenen Fenster)

  • Gabi

    Liebe Vera,
    da werden Erinnerungen wach! 🙂 Ich kann mich noch gut erinnern, wie Du von Eurem Hausbau und Einzug berichtet hast …und nun ist das schon so lange her. Mehr als vier Jahre inzwischen…fühlst du dich inzwischen heimisch in deinem ’neuen‘ Wohnort? So richtig angekommenß

    Sorry, ich stöbere mich jetzt erst durch deinen Blog. Liebe Grüße!

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