Bergen im Chiemgau

Anfang letzter Woche hatten wir unseren Jahrestag und einen Termin im Chiemgau. Was lag da näher, als zu diesem Ereignis ein paar Tage im Voralpenland zu verbringen?

Wie es der Zufall wollte, fanden wir unser Quartier in Bergen, am Rande der Alpen und in der Nähe des Chiemsees. In diesem Ort habe ich mit knapp vier Jahren den ersten Urlaub in den Bergen verbracht. Damals kam meine Schwester auf die Welt und meine Großeltern haben mich mitgenommen. Das war 1963. Ein Jahr später war ich mit meinen Eltern dort und weitere drei Jahre später war dann meine Schwester auch mit dabei.

Vera in Bergen
Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass wir auf einem Bauernhof gewohnt haben und wir durch den Stall zum Plumpsklo gehen mussten. An der Wand hingen große Weberknechte und ich hatte furchtbare Angst vor ihnen. Wenn wir in den Ort wollten, sind wir einen weiten Weg durch die Wiesen gegangen. Irgendwann führte unser Weg über einen Bach und wir warfen von der Brücke Brötchenstücke ins Wasser zu den Fischen.

Das ist jetzt über fünfzig Jahre her und der Ort wird sich mittlerweile verdoppelt oder verdreifacht haben.

Vera in Reit im Winkl
Der Sonntag war der schönste von allen Tagen. Die Sonne schien und es war mit zweistelligen Minusgraden tagsüber brutal kalt. So war eigentlich klar, dass wir die meiste Zeit im Auto verbringen würden. Unser erster Stopp war in Reit im Winkl. Wir wanderten gleich neben der Langlaufloipe mit dem schönen Blick auf die umliegenden Berge. Die Sonne schien und es wäre herrlich gewesen – wenn nicht dieser garstige Wind gewesen wäre. Uns hielt es nicht lange draußen. Ninja macht der Winter großen Spaß, aber ich hatte Angst, dass es zu kalt für sie werden würde. Sie hat zwar doppeltes Fell, aber am Bauch ist es nicht so dicht und sie ist sehr nah am Boden. Da möchte ich nichts riskieren, zumal sie schon zwölf Jahre alt ist.

St. Ulrich am Pillersee

Weiter ging die Fahrt Richtung Pillersee. Vor zwei Jahren waren wir im Sommer in St. Ulrich. Dort haben wir gegessen und sind über Ruhpolding zurück in unser Quartier.
Leider habe ich in diesen Tagen nicht viel fotografiert. Es war einfach zu kalt.

Einsamer Wanderer am Chiemsee
Am nächsten Tag fuhren wir rund um den Chiemsee. Von der Sonne war weit und breit nichts zu sehen. Schiffe fuhren keine, Menschen waren auch kaum zu sehen. Außer uns blieb jeder in der warmen Stube.

Uns hielt es auch nicht lange am See. Ein bisschen sind wir durch Prien gebummelt, haben gegessen und uns Rückreiseproviant gekauft. Es fing an zu schneien und somit war klar, dass wir den Nachmittag in der warmen Stube verbringen würden.
Wir hatten zu essen und zu trinken, ich hatte genügend zu lesen, uns wurde nicht langweilig.

Schön war es trotz der Kälte. Ich fahre gerne weg, aber ich fahre auch gerne wieder nach Hause. So freute ich mich schon auf die Rückreise und auf meine gemütliche Couch. Dahoam ist eben Dahoam.

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